Der Friedhof am Perlacher Forst

Der Friedhof am Perlacher Forst, für uns besonders bei sonnigem Herbstwetter ein gern genutzter Ort zum Spazierengehen und Nachdenken, ist einer der weniger bekannten Friedhöfe in München. Im Gegensatz zu den "Prunkgräbern" bekannter Münchner im Ostfriedhof beispielsweise, kommt dieser Friedhof schlichter und aufgeräumter daher, viele "einfache Bürger" sind dort begraben. Dennoch übt der Friedhof am Perlacher Forst eine besondere Anziehungskraft aus, hat er doch eine stark mit der NS-Zeit verwobene Geschichte.

Eingang an der Stadelheimer Straße

Im Jahre 1931 aufgrund der Platzprobleme im Ostfriedhof eröffnet und in direkter Nähe zur Justizvollzugsanstallt Stadelheim gelegen, wurden am "Neuen Ostfriedhof" neben normalen Giesingern auch viele Tote begraben, die während der NS-Herrschaft in Stadelheim hingerichtet wurden. So kommt es, dass viele Mitglieder der weißen Rose, unter anderem Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell und Christoph Probst auf diesem Friedhof begraben sind. An ihren Gräbern verweile ich bei Besuchen öfters.

Auf dem ungefähr 28 Hektar umfassenden Gelände gibt es zudem noch Gräber und Gedenkstätten  für viele weitere Opfer des Nationalsozialismus, unter anderem auch Gefangene, die im Konzentrationslager Dachau verstarben.


Lageplan des Friedhofs

Eine interessante Geschichte des Friedhofs findet sich hier, praktische Informationen, u. a. zu den Öffnungszeiten, finden sich hier.


Die Aussegnungshalle

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