Vegetarische Gemüselasagne à la Marc

Als ich mit 18 Jahren von Zuhause auszog, bestand mein kulinarisches Können aus der Zubereitung von Käsetoast, Spaghetti mit Tomaten-Feta Sauce und dem familieneigenen Obatztenrezept (!). Diese 3 Gerichte gab es dann in der ersten Zeit abwechselnd, was ziemlich schnell fad wurde - von der reellen Gefahr, irgendwelche Vitaminmangelerscheinungen zu bekommen, mal ganz abgesehen. Sehr bald fing ich an zu experimentieren.

Das erste Gericht, dass ich für Freunde kochte, war eine recht eigenwillige Wok-Mischung aus Chinakohl, Radicchio Salat, Glasnudeln, Pilzen, Sesamsamen und Feta (!!!). Mit dem ersten Kochbuch (GU "Unser Student(inn)en Kochbuch) hielten dann zum Glück etwas traditionellere Gerichte Einzug in meinen Studentenhaushalt, wenn auch nicht jedes neue Rezept gelang - mit Schaudern erinnere ich mich an meinen Versuch, Basilikumpesto zu machen. Ohne Mörser, Pürrierstab, Mixer und mit Trockenparmesan....

Ein Glück war es also, wenn ich mir von Freunden gute und relativ einfache Rezepte aneignen konnte. Eines der ersten war das Rezept für Gemüselasagne des Freundes meiner besten Freundin (Marc, der heute unter http://vinaldi-rezepte.blogspot.de/ einen ganz vorzüglichen Kochblog führt).


Das Orginialdokument

Da ich dazu neige, genaue Rezeptangaben mehr als wohlwollende Ratschläge denn als in Stein gemeißelte Anweisungen zu handhaben (Siehe Pesto *hust*), wurde das Originalrezept im Laufe der Jahre in immer neuen Variationen abgewandelt, es ist aber heute noch in Benutzung, wenn schnell Gäste beeindruckt werden müssen.

 

Zutaten


Basis:
Lasagneblätter
2 EL Butter
ungefähr 100-150 ml Milch (Pflanzenmilch geht auch)
2-3 EL Mehl
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 - 2 Dosen stückiger Tomaten
1 EL Tomatenmark
1 fein gehackte Zwiebel
1-2 fein gehackte Zehen Knoblauch
1-2 Kugeln Mozzarella, in Scheiben geschnitten
Olivenöl

Weitere Zutaten
 2- 3 handvoll gehacktes Gemüse (Lecker sind Zucchini, Broccoli, Pilze, Erbsen, Mais, Karotten usw.)
Italienische Gewürze (z.B. Basilikum, Petersilie, irgendwelche Gewürzmischungen, die schon seit Jahren Monaten im Schrank liegen, Peperoni usw usf.)
Käsereste, eigentlich fast egal, welche
2-3 Schlucke Kochwein

Als erstes legt man eine Lasagneform mit einer Lage Lasagneblätter aus und begießt diese mit etwas Wasser, danach geht es an die Bechamelsauce: Butter im Topf schmelzen, dann mit dem Schneebesen Mehl und Milch einrühren, bis eine sämige Sauce entsteht. Nach Wunsch und vorhandensein können hier etwaige andere Käsereste eingerührt werden, Chaumes war eine Zeitlang mein Favorit. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken, beiseite Stellen.

Danach geht es an den Lasagneninhalt: In einer großen Pfanne Zwiebeln in Olivenöl anbraten, dann Knoblauch und Gemüse zugeben und dieses ebenfalls ein paar Minuten anbraten. Danach alles mit Rotwein ablöschen und Dosentomaten und Tomatenmark zugeben. Sauce mit Salz, Pfeffer und Gewürzen ablöschen.

Jetzt beginnt der Fun Part: Mit Füllung und Lasagnenblätter gleichmäßige Schichten bauen, so lange, bis die Füllung ganz aufgebraucht ist. Auf die oberste Nudelschicht die Beschamelsauce geben, diese dann mit den Mozarellascheiben belegen. Die Lasagne kommt dann so lange bei 200 grad in den Ofen, bis der Mozarella eine schön braune Schicht gebildet hat. Buon Appetito!

Lasagnereste - hmmm!

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