Foodprojekte 2014 - Kimchi (vegan) selbermachen

Als ich mir meine Foodprojekte Vorsätze für 2014 überlegt habe, war mir nicht bewusst, dass ich mich zumindest mit dem Projekt, Kimchi selbst einzulegen, voll im Foodblogger Trend befinden würde - normalerweise bin ich ja, was z.B. den Pizzastein oder das No-Knead-Bread betrifft, der aktuellen Entwicklung Monate, wenn nicht gar Jahre, hinterher. Mit dem Kimchi ist das nicht so, das eingemachte Gemüse aus Korea geistert derzeit durch die Blogosphäre.

Das fertige Kimchi

Zum ersten Mal mit Kimchi in Kontakt gekommen bin ich auf einer Japanreise im Jahr 2002 oder 2003 - in einem kleinen Ramen Restaurant stand es für die Gäste auf der Theke. Der ungewöhnliche Geschmack faszinierte mich sofort und ich bin seitdem ein treuer Kimchi-Fan. Leider ist es in Deutschland nicht so einfach, gutes Kimchi zu finden. Oft gibt es im Asia Laden nur einen aus der Dose, seltener einen frischen Kimchi aus dem Kühlregal (Der unbedingt zu bevorzugen ist).

Nun also zu meinem ganz persönlichen Kimchi Projekt: Auf der Auer Dult besorgte ich mir 2 Einmachgläser (Wo kann man die in München sonst noch kaufen? Bin hier sehr interessiert), das für die Kimchi Produktion unerlässliche Gochugaru (Koreanisches Chilli Pulver) fand ich in dem Asiatischen Supermarkt "Orient Shop" in der Rosenheimer Strasse, es war der 4. Asia Laden, den ich aufsuchen musste. Nun noch ein paar alte Schraubgläser rausgesucht, alle Gläser abgekocht und los ging es.

Orientiert habe ich mich an einem veganen Rezept von Sonnets Kitchen, habe dieses aber mengen- und zutatenmäßig abgewandelt, da ich nicht alles hatte und auch nicht gleich eine so große Menge machen wollte:

Rezept


- 1 Kopf Chinakohl
- 3 kleinere Köpfe Pak Choi
- 2 Karotten
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 4 Esslöffel Meersalz (KEIN jodiertes Salz verwenden, das verhindert die Gärung!)
- 1 große Zwiebel
- ca. 4 cm Ingwer
- 4 Zehen Knoblauch
- 1 Eßlöffel Gochugaru

Zuerst habe ich den Chinakohl, den Pak Choi und die Karotten gewaschen und klein geschnitten. Das Salz habe ich in einem Liter Wasser aufgelöst. In den Einmachgläsern habe ich dann das Gemüse in der Salzlake einen Tag eingelegt.

Gemüse gleich nach dem Einlegen

Es ist dabei wichtig, dass das Gemüse keinen Kontakt mit der Luft hat - ich habe daher alles noch beschwert.

Gemüse nach einem Tag

Das Gemüse verliert im Salzwasser, wie man auf meinem 2. Foto sehen kann, ziemlich an Volumen - der Rest passte nach der Weiterverarbeitung in ein Glas! Das eingesalzene Gemüse habe ich abgegossen (Lake aufheben!) und ausgewaschen - es wäre sonst zu salzig gewesen. Das Gemüse dann gut abtropfen lassen, es sollte keinesfalls zu nass sein.


Chilipaste

Im nächsten Schritt werden die Zwiebel, Knoblauchzehen und der Ingwer zu einer Paste zerkleinert. Die Frühlingszwiebeln werden in feine Ringe geschnitten.

Chilipaste und Frühlingszwiebeln

Man mischt beides mit dem Gemüse und massiert die Chilipaste gut ein - Handschuhe tragen!



Anschließend gab ich die Masse in ein gereinigtes Glas - hier ist sorgfältiges Arbeiten notwendig, es dürfen sich keine Luftblasen bilden und das Gemüse sollte auch unter Wasser liegen, also wieder beschwert werden. Falls nicht genug Feuchtigkeit vorhanden ist, kann man Salzlake nachgiesen - keinesfalls pures Wasser.


Das Glas habe ich noch 2 Tage in der Küche gären lassen (Glas in einen Suppenteller stellen, die Lake kann überlaufen) und dann den Kimchi in die Schraubgläser abgefüllt. Das Kimchi war nach 2 Tagen schon sehr schmackhaft, wir haben dann gleich damit gekocht. Die Reste in den Schraubgläsern stehen jetzt im Kühlschrank. Wurde das Kimchi richtig behandelt, dann sollte es jetzt ein paar Monate haltbar sein - vorausgesetzt, dass das Gemüse nicht mit Luft in Berührung kommt. Da ich nur 2 Schraubgläser voll Kimchi habe und mir, ehrlich gesagt, bei meinen Einmachkünsten auch nicht 100% sicher bin, werde ich es wohl nicht auf einen Langzeitversuch ankommen lassen und dieses in den nächsten Wochen verbrauchen.

Kimchiglas

Wer sich für weiterführende Informationen interessiert, kann hier aus einer Fülle an Blogeinträgen auswählen - Missboulette hat hier einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema Kimchi erstellt, in dem sie auch auf andere Blogger mit Kimchi-Erfahrung verweist. Sehr zu meiner Erleichterung konnte ich ihrer Auflistung "Was Kimchi zu Kimchi macht" entnehmen, dass ich wohl bis auf die Meeresfrüchte (Ich wollte ja ein veganes Kimchi), alle Anforderungen an ein "echtes" Kimchi erfüllt habe.

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